Das Land Kehdingen ist Raststation und Überwinterungsplatz von vielen Gänse- und Schwanenarten und erlangt so hohe Bedeutung für den Naturschutz. Deshalb wurde es als Feuchtgebiet internationaler Bedeutung und als EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesen.
Bereits im Juni, direkt nach der Brutzeit, kommen die Graugänse, die von allen anderen Rastgänsearten den kürzesten Weg haben. Der Bestand wächst im Laufe des Sommers und des frühen Herbstes auf fünf bis zehn Tausend Individuen an.
Nah verwandt mit der Graugans ist die Blässgans. Sie kommen Ende September / Anfang Oktober zu uns. Nachts kann man oft die hell bellenden Zugrufe vernehmen. Sie kann gut auf Krautsand und entlang des Ruthenstromes beobachtet werden. Um die fünf Tausend Blässgänse kommen jedes Jahr hierher.
Hauptattraktion sind jedoch die großen Schwärme der Nonnengans. Sie kommt aus den arktischen Brutgebieten Anfang Oktober nach Kehdingen und überwintern in Beständen von siebzig Tausend Tieren an der Unterelbe. Von den Beobachtungstürmen in Freiburg-Allwörden und am Fähranleger in Wischhafen kann man die Gänse gut beobachten.